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Webseiten und Dokumente verwalten mit CVS und TortoiseCVS

Wolfgang Wiese (www.xwolf.de, xwolf@xwolf.de), August 2003

[Einleitung] [Installation und Einrichtung] [Ein Projekt einchecken] [Ein Projekt auschecken, Änderungen einchecken & Lokale Version aktualisieren] [Mehrere Projekt als Module verwalten] [Marken (Tags) definieren] [Branches und Subbranches] [Sonstige Funktionen von TortoiseCVS] [Ausblick & Referenzen]

  1. Installation und Einrichtung

    Wir gehen davon aus, daß bereits ein CVS-Dämon auf einem Linux- oder Unix-Server vorliegt, auf die wir uns verbinden können. In den folgenden Screencaptures verwende ich beispielhaft einen Server mit den Namen cvs.example.org auf dem ich mit der Kennung xwolf zugreife; Dies ist mein eigener Testserver, der jedoch nur mir Zugriff gewährt.)

    1. Erstellung einer RSA Identity

      Während der Benutzung von CVS müssen wir uns sehr häufig mit dem CVS-Server verbinden. Damit wir dabei nicht jedesmal nach dem Passwort gefragt werden benötigen wir eine sogenannte RSA Identity.
      Sollten Sie eine solche bereits haben (und davon wissen), überspringen Sie die folgenden Schritte.

      Windows-Benutzer melden sich hierzu mit Hilfe des freien Programmes Putty oder des kommerziellen SSH auf dem Rechner cvs.example.org an.
      Da wir im späteren Verlauf unter Windows Putty verwenden um den CVS-Client zu konfigurieren, sollten Sie es mit allen Binaries von der Website laden und installieren. Genaueres zum Anmelden auf Unix entnehmen Sie den Anleitungen zu den Programmen oder dem Artikel von Franz Prilmeier. In Hinblick auf diesen Artikel werde ich in den kommenden Absätzen nur recht knapp auf die Installation und Konfiguration von Putty und CVS eingehen.

      Nachdem Sie sich angemeldet haben, geben Sie auf der Kommandozeile den Befehl ssh-keygen ein. Sie werden dann nach einer Passphrase gefragt. Geben Sie hier ein Passwort ein, welches Sie sich merken können...
      Nachdem das Programm fertig ist, wurden 3 neue Datein in dem Verzeichnis .ssh erstellt: identity mit unseren privaten Schlüssel, identity.pub mit dem öffentlichen Schlüssel und random_seed.

      Screencapture SSH-Keygen Bild 2. Erstellung einer RSA Identity unter Unix

      Anschließend kopieren wir den öffentlichen Schlüssel identity.pub auf die Datei authorized_keys. Falls diese Datei bereits existiert, gibt es offenbar bereits einen anderen öffentlichen Schlüssel. Diesen wollen wir nicht überschreiben. Wir hängen daher den neuen Schlüssel nur an die Datei an, indem wir das folgende Kommando aufrufen:
      cat identity.pub >> authorized_keys
      Dies funktioniert auch, wenn die Datei authorized_keys noch nicht vorhanden ist.

      Der öffentliche Schlüssel kann auch auf anderen Servern kopiert werden, auf die wir mit unseren privaten Schlüssel zugreifen wollen. Wenn der CVS-Server auf einen anderen Rechner liegt, kopieren Sie den öffentlichen Schlüssel in Ihr .ssh-Verzeichnis auf den CVS-Server.

      Bitte vertauschen Sie den privaten und den öffentlichen Schlüssel nicht. Der private Schlüssel darf von niemand anders gelesen werden können, da man sich mit diesen später authentifiziert.

      Wenn Sie rein unter Unix/Linux arbeiten und die Keygenerierung bereits auf Ihrer Workstation geschah brauchen Sie jetzt nichts mehr zu machen. Wenn Sie später unter Windows arbeiten wollen, kopieren Sie nun den privaten Schlüssel auf ihren Windows-Rechner in ein Verzeichnis, wo nur Sie Zugriff haben.

      Eine alternative Möglichkeit sich einen Key zu erstellen, hat man mit dem Windows-Programm puttygen.exe, welches Sie im Verzeichnis der Putty-Installation finden.

      Erstellung einer RSA Identity mit puttygen.exe Bild 3. Erstellung einer RSA Identity mit puttygen.exe

      Wenn man dieses benutzt werden privater und öffentlicher Schlüssel auf den lokalen Arbeitsplatzrechner und nicht auf den Server auf den man später arbeitet, erstellt.
      Daher muß in diesem Fall den öffentlichen Schlüssel auf den Server kopiert und dann der Datei authorized_keys hinzufügt werden.

      Da ich persönlich aber mehr auf Unix, genauer gesagt auf Solaris, heimisch bin, bevorzuge ich natürlich den ersten Weg.

    2. TortoiseCVS installieren

      Ist TortoiseCVS noch nicht auf dem System vorhanden, laden wir uns eine aktuelle Version (Stable) von dessen Homepage und installieren diese durch Doppelklick auf die heruntergeladene Datei. Achtung: Nach der Installation von TortoiseCVS muss Windows neu gebootet werden, damit man TortoiseCVS nutzen kann.
      Bevor wir nach der Installation und dem Booten mit der Konfigurierung des CVS-Zuganges fortfahren, konfigurieren wir zunächst PAgeant. Für die Konfiguration von TortoiseCVS für den eigenen CVS-Baum lesen Sie im nächsten Kapitel weiter.

    3. Konfigurierung von Pageant

      pageant ist ein Service, welcher auf dem Windows-PC die ausgehenden SSH-Verbindungen überwachen kann und dabei auch private Schlüssel nutzen kann. Starten Sie das Programm pageant.exe. Es passiert zunächst nichts, außer das ein neuer Icon in der Trayleiste erscheint:

      PAgeant Tray Bild 4. PAgeant Tray

      Mit der rechten Maustaste kann man das Icon nun anklicken. Wir erhalten ein Kontextmenu mit dessen Hilfe wir unter den Punkt Add Key unseren privaten Schlüssel PAgeant mitteilen können:

      Kontextmenu PAgeant Bild 5. Kontextmenu PAgeant

      Bei der Angabe des privaten Schlüssels werden Sie nach der Passphrase gefragt, die Sie sich hoffentlich gemerkt haben.

      Nach jedem Booten müssen Sie PAgeant neu starten und den privaten Schlüssel hinzufügen. Dies wäre übrigens eine Gelegenheit PAgeant in ihrer Autostart-Folder einzutragen. Dies ist zwar nervig, aber im Vergleich dazu würden Sie bei jeder Verbindung zu dem CVS-Server ja auch mehrmals nach der Identifikation gefragt werden. Da ist dieser Verfahren viel einfacher und dient dadurch auch der Sicherheit.

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